Museumsstück
Animiert durch dlc’s neue Kamera, wühlte ich meinen Rollcontainer durch, um kurz darauf dieses Schmuckstück ins Tageslicht zu halten, meine alte Agfa Mini Ritsch-Ratsch Kamera, die ich mit ca. 10 Jahren bei der Kreissparkasse bei einem Preisausschreiben gewann. Laut dem “Lippischen Kameramuseum“, einer sehr netten Seite im Übrigen, heißt der Film dazu “Pocketfilm 110″ und ist zu meiner Freude / Überraschung anscheinend auch noch erhältlich. Da schau ich mich doch mal um :)
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23.12.2006
Zwielicht
Dämmrung will die Flügel spreizen,
Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken ziehn wie schwere Träume,
Was will dieses Graun bedeuten?
Hast ein Reh du, lieb vor andern,
Lass es nicht alleine grasen,
Jäger ziehn im Wald und blasen,
Stimmen hin und wieder wandern.
Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug und Munde,
Sinnt er Krieg im tückschen Frieden.
Was heut müde gehet unter,
Hebt sich morgen neugeboren.
Manches bleibt in Nacht verloren -
Hüte dich, bleib wach und munter!
Eichendorff,
am liebsten konsumiert: vorgelesen von Walter Sittler (leider nur von CD, nicht von Angesicht zu Angesicht)
17.11.2006
In lockerer Folge nun auch Lieder und Gedichte meines Lieblings-Romantikers:
So viele Quellen von den Bergen rauschen,
Die brechen zornig aus der Felsenhalle,
Die andern plaudern in melodschem Falle
Mit Nymphen, die im Grün vertraulich lauschen.
Doch wie sie irrend auch die Bahn vertauschen,
Sie treffen endlich doch zusammen alle,
Ein Strom, mit brüderlicher Wogen Schwalle
Erfrischend durch das schöne Land zu rauschen.
An Burgen, die vom Felsen einsam grollen,
Aus Waldesdunkel zwischen Rebenhügeln
Vorübergleitend in die duftge Ferne,
Entwandelt er zum Meer, dem wundervollen,
Wo träumend sich die selgen Inseln spiegeln
Und auf den Fluten ruhn die ewgen Sterne.
—
aus: Joseph von Eichendorff, Gedichte
16.11.2006
Sag niemals nie
Noch ein Frösteln auf der Haut
ein bisschen fremd, doch so vertraut
gerade war’n wir uns so nah
die alte Angst ist wieder da
ein kleiner Traum im Kerzenlicht
sag nichts… sag nichts… sag nichts…
Ich hab dir so viel zu sagen
ich möcht dich tausend Dinge fragen:
Kann das hier nicht für immer sein?
Lass mich jetzt nie, nie mehr allein…
Die alten Narben warnen mich:
Tu’s nicht, tu’s nicht, tu’s nicht!
Ungezähmte Sehnsucht
geballte Energie
du und ich für immer?
Psst… sag niemals nie
Ich hab’s mir vorher nie erlaubt
jetzt hab ich mich dir anvertraut
den alten Panzer, der mich schützt
hast du mir einfach weggeküsst
und dahinter nur noch ich
Lieb mich… lieb mich… lieb mich…
Noch ein Frösteln auf der Haut
ein bisschen fremd, doch so vertraut
gerade war’n wir uns so nah
die alte Angst ist wieder da
ein kleiner Traum im Kerzenlicht
sag nichts… sag nichts… sag nichts…
Ungezähmte Sehnsucht
geballte Energie
du und ich für immer?
Psst… sag niemals nie
Psst… sag niemals nie!
—
Reim 2, VÖ: 20.09.1991
8.11.2006
Worte, nur Worte, nur Worte, Worte nur Worte, nur Worte
Die Worte, die du da redest, will nicht mal der Wind.
aus: Worte, nur Worte (Friedrich Schütter & Dalida)
14.9.2006
Seit Sonntag bin ich nun schon wieder da, aber komme zu nix. Einen kleinen Schnupfen habe ich auch mitgebracht, als Andenken an das schönste Land der Welt, denn ist es wohl auch das nasseste Land der Welt, aber was gibt es schöneres als abewechslungsreiches Wetter? 5 Minuten lang Sonnenschein werden von 2 Minuten Regen abgelöst, um in 3 Minuten Wind überzugehen. Herrlich. Man weiß, alles ist gleich wieder vorbei. Und es wird nie langweilig.
Die Route blieb wie geplan (London, Liverpool, Manchester, Lake District, Newcastle, Ostküste), und es kam auch zu keinen großartigen erzählenswerten Ereignissen, außer vielleicht der Geschichte, wie uns mitten im Gebirge des Lake District Superman zu Hilfe kam. Superman ist in Wirklichkeit ein Vet (Tierarzt) und kein Zeitungsfuzzi, glaubt mir. Und er kann Autos wieder flott machen. Im größten Sturm zerschellte der linke Vorderreifen unseres Vauxhalls beim Kontakt mit einem Felsen. Und als wir alle im strömenden Regen ums Auto herumsprangen und hier und da Dinge taten, keiner wusste so recht was, erschien wie aus dem Nichts besagter Superman. In seinem blauen T-Shirt mit dem S und den praktischen Regenhosen (“You wanna get one of these next time you’re here … !”) packte er an und wurde des Schadens innerhalb von 15 Minuten habhaft. Er verschwand so schnell, dass uns kaum Zeit blieb, ihm zu danken und wir sahen ihm nach wie er in den tief hängenden Wolken verschwand.
Was bleibt sonst noch zu erzählen? Eine Nacht mussten wir im Auto verbringen, sitzend, weil die Campingplatzwiese unter Wasser stand und im Raum Manchester kein einziges Hotelbett aufzutreiben war, und eine halbe Nacht auf dem Flughafenboden bzw. auf den wenigen zur Verfügung stehenden polsterlosen Sitzen. Eine Nacht mit Geist war dabei, in einer alten barn. Dem ganzen haftet ein Hauch von Abenteuer an, jetzt wo ich so darüber nachdenke.
An einem Abend hatten wir eine Begnung mit 2 ältereren Herrschaften, Zeugen Jehovas, die uns das erst nach 2 Stunden gemütlichen Beisammenseins enthüllten (“How did you two meet?” – “We share the same religious beliefs – we’re Jehovas Witnesses. You wouldn’t have guessed, would you?” – *betretenesschweigen* … Nein hätten wir nicht, denn alles was einem darüber erzählt wird, widersprach der Art der beiden. Sie waren wirklich cool, und das beweist einmal mehr die schwere Last von Vorurteilen.), mit denen wir einen netten Abend auf dem Campingplatz zubrachten.
Wir kamen dann aber trotz allem wohlbehalten wieder in London an. Eigentlich war das Schlimmste das allgegenwärtige Angebot an genialen Shopping-Möglichkeiten, Malls wohin man blickt und Sale Sale Sale. Vom Essen fang ich gar nicht erst an. Wie soll ich die kommenden Monate ohne Marks & Spencer, ohne Fish & Chips und ohne Cadbury’s Schokolade überleben?
Reise-Bilder:
Looks like bad weather
Summer in the city
Angel of the north
Pub sign
26.7.2006
ich bin verändert – irgendwie
hab ich aufgehört nach dir zu suchen
ich hab aufgehört mir deine stimme zu denken
deine augen aus dem sinn
doch ich weiß noch wie sie warn
ich hab aufgehört mir deine liebe zu denken
ich hab aufgehört dir meine liebe zu schenken
ich lauf, ich laufe weiter
halt ich an bleib ich nur stehn
ich muss an dir vorübergehen
Rosenstolz 2006
09.05.2006
A moment is sometimes enough
“We all want to fall in love. Why? Because that experience makes us feel completely alive. Where every sense is heightened, every emotion is magnified, our everyday reality is shattered and we are flying into the heavens. It may only last a moment, an hour, an afternoon. But that doesn’t diminish its value. Because we are left with memories that we treasure for the rest of our lives.”
10.3.2006
The truth about dreadlocks
[...] And he had dreadlocks, which is what some black people have, but he was white, and dreadlocks is when you never wash your hair and it looks like old rope.
taken from: ‘the curious incident of the dog in the night-time’, mark haddon
Wer gerne mal wieder auf englisch ein gutes Buch lesen möchte, hier der Link zu Amazon. Absolute Empfehlung!
28.2.2006
7 Jahre Regen, 18 Jahre Glück,
dazwischen ein paar Jahre ohne wirkliches Gewicht.
Ich nutzte meine Chancen meisten eben nicht,
darum sind meine Schattenseiten nicht so oft im Licht.
Und trotzdem bin ich irgendwo angekommen
Trotzdem sing ich zuversichtlich meinen Song
Sammel meine Kräfte, finde meinen Mut.
Und sag mir immer wieder “Jetzt gerade bist Du gut”.
Manchmal singt man Lieder, die hält man selbst kaum aus.
Manchmal ist die Wahrheit mir schon meilenweit voraus.
Doch alle Deine Fehler hatten einen Sinn
Du solltest sie erst machen um sie später zu verstehen.
Trotzdem bist Du irgendwo angekommen
Und trotzdem singst Du zuversichtlich Deinen Song
Sammel Deine Kräfte, finde Deinen Mut.
Und sag Dir immer wieder “Jetzt gerade bist Du gut”.
Leichen in meinem Keller, doch ich weck sie wieder auf.
“Hey Jungs, Zeit zum Aufstehen, ihr müsst mal wieder raus”
Glaub nicht, dass ich mich fürchte, oder mich verbieg
vor einer falschen Sehnsucht, der nichts mehr an mir liegt.
Und trotzdem bin ich irgendwo angekommen
Trotzdem sing ich zuversichtlich meinen Song
Jetzt gerade bist du gut / Das beige Album, Olli Schulz & der Hund Marie
18.2.2006
What’s the time? Seems it’s already morning!
Ich glaube, ich bin etwas überarbeitet. Oder zumindest verwirrt. Leicht desorientiert. Ich besitze 2 verschiedene Zahncremes, eine für den Tag, eine für die Nacht (“Innovative Nachtformel, für herrlich frischen Atem für den “Gute-Nacht-Kuss”) und gerade geschah folgendens: ich nehme eine davon in Hand, überlege ob es die richtige ist, was ist grade, ja Nacht, und bemerke dann nach ungefähr zweieinhalb Minuten Putzzeit, dass ich die für den Tag genommen habe. Ich würde sagen, das spricht dafür, mit der Zahnpastatrennerei aufzuhören. Und der Gute-Nacht-Kuss muss heute auch ausfallen. Gut, dass keiner da ist, der einen will.
16.2.2006
Max Goldt
verrät mein neues Lebensmotto:
Man soll seine Probleme nicht lösen, sondern genießen.”
vorgetragen am 16.02.06, Theaterhaus Stuttgart
14.2.2006
tschechow zum valentinstag:
fürchte den bock von vorn,
das pferd von hinten
und das weib von allen seiten.
gefunden bei Else Buschheuer
6.2.2006
Garibaldi: “Maybe… maybe one day we’ll meet up in heaven…”
Dodger: “Parting is all we know of heaven… And all we need of hell.”
‘Day of the dead’
Das Zitat stammt aus einem Gedicht von Emily Dickinson:
My life closed twice before its close -
It yet remains to see
If Immortality unveil
A third event to me
So huge, so hopless to conceive
As these that twice befell.
Parting is all we know of heaven,
And all we need of hell.
Eine deutsche Übersetzung dazu:
Mein Leben schloß vor Schluß zweimal;
Ich werd’ erst einmal sehn
Ob eine Ewigkeit mir zeigt
Ein drittes Schlußgeschehn,
So groß, so schwierig zu verstehn
Wie die, die zweimal war’n:
Sich trennen ist den Himmel sehn
Und in die Hölle fahr’n.
24.1.2006
Erinnerung an die Marie A.
1
An jenem Tag im blauen Mond September
Still unter einem jungen Pflaumenbaum
Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
In meinem Arm wie einen holden Traum.
Und über uns im schönen Sommerhimmel
War eine Wolke, die ich lange sah
Sie war sehr weiss und ungeheur oben
Und als ich aufsah, war sie nimmer da.
2
Seit jenem Tag sind viele, viele Monde
Geschwommen still hinunter und vorbei.
Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?
So sag ich dir: ich kann mich nicht erinnern
Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst.
Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer
Ich weiß nur mehr: ich küsste es dereinst.
3
Und auch den Kuss, ich hätt ihn längst vergessen
Wenn nicht die Wolke dagewesen wär
Die weiß ich noch und werd ich immer wissen
Sie war sehr weiss und kam von oben her.
Die Pflaumebäume blühn vielleicht noch immer
Und jene Frau hat jetzt vielleicht das siebte Kind
Doch jene Wolke blühte nur Minuten
Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.
Bertolt Brecht
19.1.2006
Frau Buschheuer hat mir heute wieder genau die Worte geliefert, die ich schon lange suche:
das nein
das ich endlich sagen will
ist hundertmal gedacht
still formuliert
nie ausgesprochen.
es brennt mir im magen
nimmt mir den atem
wird zwischen meinen zähnen zermalmt
und verlässt
als freundliches Ja
meinen mund.
Peter Turrini
19.1.2006
- “Sometimes, I wonder what the hell I’m doing here, all of it is bigger than you, it’s bigger than me…”
- “My mother used to say: God knows the age of every tree and the color of every flower, and he knows just how wide your shoulders are and he’ll never give you anything to carry that’s bigger than you can handle.”
Bo & Mack, B5: ‘A View from the Gallery’
6.1.2006
“[...] Auch Katzenmaier (im Buch ist er die deutsche Entsprechung des französischen Protagonisten Touchard, Anm. kemai) nimmt bei seinen Spritztouren ins Elsass vor dem Essen einen Apéritif, obwohl ihm das Zeug entweder zu süß oder zu bitter ist. Er hält, um ehrlich zu sein, nicht viel davon, aber er will zeigen, dass er wie ein richtiger Monsieur essen kann. Nie hat ihn das Gefühl beschlichen, dass zwischen Arbeit und Essen ein Intermezzo stattzufinden habe, so, wie es sich die Natur zwischen Sommer und Herbst gönnt, wenn sie einfach stillsteht und nur Atem holt. Übergangslos rutscht ihm die Wurst zwischen die Zähne, die er eben noch bleckte, weil ihm ein unfreundlicher Nachbar den Parkplatz geklaut hat.”
Bonjour Marianne, Hans Blickensdörfer
Herrlich. Vor allem der letzte Satz.
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21.11.2005
Bei Else B. gefunden und hier nochmal abgebildet zum Zweck der Archivierung und einfach weils schön ist:
auf haende kuesst die achtung,
freundschaft auf die offene stirn,
auf die wange wohlgefallen,
selige liebe auf den mund;
aufs geschlossene aug’ die sehnsucht,
in die hohle hand verlangen,
arm und nacken die begierde,
ueberall sonst raserei.
grillparzer
4.11.2005
“ein einziger freundlicher blick macht manchmal wieder alles gut”
sportfreunde stiller, siehst du das genauso?
20.10.2005
/trage deine liebe wo sie keiner sieht
keiner sich die mühe sie zu stehlen gibt
es ist unwahr wenn sie sagen
du musst jeden schmerz ertragen/
roland kaiser
18.10.2005
Gutenberg en:
[...] Such is the influence which the condition of our own thoughts, exercise, even over the appearance of external objects. Men who look on nature, and their fellow-men, and cry that all is dark and gloomy, are in the right; but the sombre colours are reflections from their own jaundiced eyes and hearts. The real hues are delicate, and need a clearer vision.
[...] Solchen Einfluss übt unsere Stimmung auf Außendinge. Die Menschen, die in der Natur und an ihren Nächsten alles trübe und düster sehen, haben recht; aber diese dunklen Farben sind nur der Widerschein ihrer kranken Seele.
Meine Ausgabe:
[...] Solch großen Einfluss hat der Zustand unseres eigenen Gemüts selbst auf das Erscheinungsbild äußerlicher Dinge. Wenn Menschen beim Betrachten der Natur und ihrer Mitmenschen in ein Geschrei ausbrechen, dass alles trübe und düster sei, so haben sie Recht – aber die dunklen Farben sind die Widerspiegelung ihrer eigenen scheelsüchtigen Augen und Herzen. Die wahren Farben jedoch sind licht und zart und erfordern einen ungetrübten Blick.
Kapitel 34
13.10.2005
Im Moment lese ich “Oliver Twist” von Charles Dickens und komme immer noch nicht aus dem Staunen heraus, was dieser Mann schon 1838 von sich gegeben hat. Meine absolute Lieblingsstelle, die ich bereits an anderer Stelle zitiert habe, sei der Vollständigkeit halber noch einmal aufgeführt:
“[...] Es gibt einen Dämmerzustand zwischen Schlafen und Wachen, in dem man mit halb offenen Augen und halbem Bewusstsein dessen, was um einen herum vorgeht, innerhalb von fünf Minuten mehr träumt als in fünf Nächten, wenn die Augen fest geschlossen und die Sinne von völliger Bewusstlosigkeit umhüllt sind. In diesem Stadium weiß ein Mensch von dem, was seine Seele vermag, gerade genug, um sich eine schwache Vorstellung von ihren gewaltigen Kräften zu machen, mit denen sie sich von der Erde lässt und Zeit und Raum überwindet, sobald sie aus den Fesseln des Körpers befreit ist.
Dazu kommen nun zwei weitere faszinierend schöne Stellen, in englisch, weil die Übersetzung im deutschen Gutenberg-Projekt das meiste, und unglücklicherweise das beste, weglässt:
[...] The boy stirred, and smiled in his sleep, as though these marks of pity and compassion had awakened some pleasant dream of a love and affection he had never known. Thus, a strain of gentle music, or the rippling of water in a silent place, or the odour of a flower, or the mention of a familiar word, will sometimes call up sudden dim remembrances of scenes that never were, in this life; which vanish like a breath; which some brief memory of a happier existence, long gone by, would seem to have awakened; which no voluntary exertion of the mind can ever recall.
(Kapitel 30)
[...] The memories which peaceful country scenes call up, are not of this world, nor of its thoughts and hopes. Their gentle influence may teach us how to weave fresh garlands for the graves of those we loved: may purify our thoughts, and bear down before it old enmity and hatred; but beneath all this, there lingers, in the least reflective mind, a vague and half-formed consciousness of having held such feelings long before, in some remote and distant time, which calls up solemn thoughts of distant times to come, and bends down pride and worldliness beneath it.
(Kapitel 32)
6.9.2005
“All love is unrequited. All of it.”
B5, Susan Ivanova.
—
Londo: “…And stop eating that. You don’t even know what it is.”
G’Kar: “It’s rice.”
Londo: “Yeah, and if it were so good, they wouldn’t throw it at people.”
B5, Londo und G’kar nach der Hochzeit von Delenn + Sheridan
12.5.2005
hot like hell, red like hell’s floor
Gerade draußen gewesen und mir was zu essen besorgt. Draußen schlägt einem heißer Wüstenwind ins Gesicht, da bin doch froh wieder in meinem mit ca. 17 Grad wohltemperierten Büro zu sein. Wegen Zeitmangel hat es nur zu einer Currywurst mit Pommes gelangt (Hoffentlich liest das Mama nicht, sie hat mich zu absoluter vitaminbasierter Ernährung aufgefordert und ich habe es versprochen. Currywurst ist dabei absolut untersagt. Aber Mama ist derzeit auf Kos und nicht im Internet.).
Dieser plötzliche Hochsommerauftritt hat mir schon einen Sonnenbrand (linker Arm) gebracht. Mal sehen was als nächstes kommt. Immerhin hab ich jetzt was, was ich Mama zeigen kann, wenn sie am Mittwoch vom Urlaub wiederkommt. Gleich am Flughafen werd ich sagen: “Kuck und etwas Farbe habe ich auch schon bekommen!” (Zurückführen auf vitaminreiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft natürlich.) Die Realität wird aber so aussehen, dass ich gar nichts sage, weil ich neben ihr wie ein Toastbroat im Regen aussehen werde.
6.5.2005
The falling leaves drift by the window
The autumn leaves of red and gold
I see your lips, the summer kisses
The sunburned hand I used to hold
Since you went away the days grow long
And soon I’ll hear old winter’s song
But I miss you most of all, my darling
When autumn leaves start to fall
30.4.2005
Wenn einer von uns stirbt, zieh ich nach Sylt.
(aus einem Buch von Elke Heidenreich)
27.4.2005
Joseph v. Eichendorff: Der Abend
Schweigt des Menschen laute Lust:
rauscht die Erde wie in Träumen
wunderbar mit allen Bäumen,
was dem Herzen kaum bewusst,
alte Zeiten, linde Trauer,
und es schweifen leise Schauer
wetterleuchtend durch die Brust.
24.4.2005
Ein wunderschönes Gedicht von Herrn Kästner:
Kleines Solo
Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.
Ist nie hier. Ist immer dort.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben. Musst erfahren,
daß es nicht die Liebe ist …
Bist sogar im Kuss alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe. Findest keine.
Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
23.4.2005
Der, der ich bin, grüßt wehmütig den, der ich sein möchte.
not to recommend, this.
22.4.2005
Heute etwas schwermütig. Ich habe das Gefühl ich hätte mein Leben verpasst. Ist das normal kurz vor 30? Gestern abend zufälig einen Blick auf meine Hände geworfen und gedacht: Mann, sind die alt geworden. Dann gemerkt dass die tiefen Furchen auf den Handrücken von den Rillen des Sofabezuges stammten, weil ich die ganze Zeit draufgelegen hatte – noch mal Glück gehabt.
Ansonsten einen guten Abend verbracht, bei Mama zum Reste essen gewesen, Wein getrunken und ein bißchen miteinander gelacht, dann heim (“Hey, danke fürs Essen!” – “Ach, ich bin froh wenn es weg ist….”), dann 1 Folge NCIS und 2 Folgen Babylon 5 auf DVD. Erst jetzt im O-Ton entfaltet sich der Wortwitz der Dialoge:
- “Any comments on this, anyone?”
- “Does the term ‘no way in hell’ ring a bell?”
