Blindengerechter Hörfilm

February 9th, 2010

Lief gestern im Kino. Gibt’s nicht? Gibt’s doch. Wäre ich blind oder hätte ich meine Brille vergessen gehabt, hätte ich trotzdem gewusst was auf der Leinwand passiert war. Hinter uns saßen ungefähr fünf Blindenfilmsprecherinnen (40 plus), die uns den gesamten vorne gezeigten Film “Wenn Liebe so einfach wäre” erklärten. Das ging so: Die Hauptdarstellerin hat einen Teller mit einem Kuchen in der Hand. Kommentar von hinten: “Jetzt hat sie Hunger.” Oder: Ein weiterer Darsteller öffnet die Tür und geht hinaus. Kommentar aus dem Off: “Jetzt geht er.”
Ich hatte ja ursprünglich mehr Angst vor dem Film gehabt, der überall als Film für “ältere Semester” angekündigt wurde. Aber der Film, und vor allem Meryl Streep, war wirklich gut. Auch die Dialoge, zumindest der Teil davon, den ich gehört habe, und nicht von den Kommentaren von hinten übertönt wurde. Am Timing müssen die fünf Damen noch etwas feilen, denn eigentlich sollten die Szenenbeschreibung während der Dialogpausen eingestreut werden:

Die zunächst oft unzugängliche Bilderwelt eines Films wird dabei durch Audiodeskription, das sind sorgfältig eingepasste Beschreibungen in den Dialogpausen, zum blindengerechten Hörfilm.
[br-online.de]

Aber vielleicht haben sie ja bald wieder Ausgang und können während des nächsten Kinofilm üben.

Kommissar Haferkamp

February 3rd, 2010

Tatort ist ja einer meiner festen Termine, Woche für Woche. Auch unter der Woche kann man fast jeden Tag Tatort schauen, wenn man möchte, denn irgendwo kommt immer einer. Einen sensationellen Kommissar habe ich jetzt entdeckt: Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy), der in den 70ern ermittelte. Ständig mit Zigarette im Mund und gerne mal ein Bierchen und ein Schnäpschen zwischendurch oder auch mit einem Verdächtigen an seinem Schreibtisch zwitschernd. Großes Kino, wie er jeden Verdächtigten sofort durchschaut und cool bleibt, weil er weiß, dass ihm sowieso keiner entkommen kann, auch ohne die modernen Ermittlungsmethoden, die es heute gibt. Von dem kann sich jeder heutige Tatort-Kommissar ne Scheibe abschneiden!

Coole Type: Kommissar Haferkamp | Quelle: badische-zeitung.de

Coole Type: Kommissar Haferkamp | Quelle: badische-zeitung.de

Wie ich gerade mit Freude gelesen habe, gibt es 20 Haferkamp-Fälle. Heute stehen wir bei Fall 4, ich hoffe es werden alle weiteren noch gezeigt.

Immer Mittwochs im WDR, um 23.00 Uhr.

Bier des Monats [Februar]

February 2nd, 2010

Ja, ich trinke gerne Bier. Vor allem probiere ich gerne neue Sorten / Hersteller aus, deshalb stelle ich hier jetzt in lockerer Folge diverse Biersorten vor. Gerne können mir die Brauereien Dank- bzw. auch Probeexemplare zukommen lassen.
Eines meiner Lieblingsbiere, und sogar zur Zeit “im Haus” ist Duckstein, das “rotblonde Original auf Buchenholz gereift”, ein obergäriges Bier aus dem Norden. In der Wikipedia stehen weitere interessante Details. Dort steht zum Beispiel, dass der Geschmack an Alt-Bier erinnert, was ich bestätigen kann. Der einzige erkennbare Nachteil ist der Preis, es ist nämlich recht teuer, und auch nicht überall zu bekommen. Probieren lohnt sich aber!

*grmpf* Jetzt war ich gerade auf der Website und hab doch gleich eine Decke und 2 Gläser bestellt! Verdammtes Internet!

Nachträglich möchte ich auch das Bier des Monats [Januar] vorstellen: diese Ehrung geht an das Tegernseer Hell aus Bayern. Absolut “süffig”, wie man so sagt, ein Bier mit dem man so richtig schön den Bierdurst stillen kann, ein Helles eben, nicht bitter und leicht schmeckend.

Speaking of… low budgets

February 2nd, 2010

Durch den interessanten Beitrag “How low can you go” im Blog des “friendly anarchist” ist mir meine Low-Budget-Reise nach England im Jahr 1994 wieder eingefallen. Es war eine meiner schönsten Reisen, auch wenn ich, da ich zum ersten Mal im Leben ganz alleine unterwegs war, nach 5 Tagen unheimliches Heimweh hatte. Alles in allem kostete der Trip ziemlich genau 1000 DM, denn mehr hatte ich nicht zur Verfügung. Aber ich wollte nach England, und niemand wollte mit. Von diesen 1000 DM bezahlte ich Flug, Bahn- und Busreisen, Festival-Ticket, Unterkünfte und Essen. Letzteres gab es natürlich nicht so oft, aber das war auch nicht so wichtig. Ich lernte einige interessante Leute kennen, die ähnlich wie ich unterwegs waren. Das war viel wichtiger. Die Route verlief von London Heathrow direkt nach Reading zum WOMAD-Festival, von dort aus nach Bath, dann Salisbury, Southhampton, Brighton und am Schluss noch 2 Tage London. Interessant sind sicher auch die Bilder von damals:

Alles in allem war es ein toller Trip und ich bin immer noch froh, dass ich ihn gemacht habe.

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